Russisch Blau Katzen von Chivaja-Woda

Ihhh Inzucht

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Ihhh Inzucht

Vorweg muss erst einmal klargestellt werden das es viele Rassen und Farbvarianten ohne Anwendung der Inzucht nicht gäbe. Bei einer reinen Linie, bergt selbst eine enge Verpaarung keine Risiken und führt zur Festigung von Merkmalen, sollte aber ohne ausreichender Kenntnisse, der eigenen Linie und der Genetik nicht vorgenommen werden. Solche Verpaarungen werden meist auch vorgenommen um seine Linien auf Erbreinheit zu überprüfen und versteckte Mängel aufzudecken.
Unter Inzucht versteht man die Verpaarung zweier Tiere die eng miteinander verwand sind. Genau genommen nennt man die Verpaarung von Verwandten ersten und zweiten Grades Inzest. Die weiter entfernte Inzucht geht bis zum sechsten Verwandtschaftsgrad, was schon wiederum in die Linienzucht übergeht, die in der Zucht gern und häufig angewandt wird, doch viele hören nicht gern das es auch noch zur Inzucht gehört. Durch di Anwendung der Inzucht hofft der Züchter, bei kluger Wahl, dass erwünschte Eigenschaften verstärkt vererbt bzw. gefestigt werden und unerwünschte reduziert oder besser noch ausgemerzt werden. Eine relativ enge Linie, die beispielsweise mindestens über drei Generationen für besonders typvolle Köpfe bekannt ist, wird (muss aber nicht) dieses Merkmal an die Nachkommen weiter geben, auch wenn sie mit nicht verwandten Partnern gekreuzt wird. Die Chance vergrößert sich und das ist der springende Punkt, unter der Vorraussetzung, dass der Partner ebenfalls diese Anlage für typvolle Köpfe im Erbgut trägt.
Je enger die Katzen miteinander verwand sind, umso mehr werden gegensätzliche Gene (ungleiche Allele) ausgemendelt und die Nachkommen werden reinerbig für das erwünschte Merkmal, oder auch unerwünschte Merkmale können sich festigen, daher ist eine gezielte gut überdachte Verpaarung nötig.
Bei der Linienzucht verhält es sich genauso, es ist nur nicht ganz so eng, daher bei unbedachter Anwendung, nicht weniger gefährlich, es hängt wie gesagt alles vom Material ab, was das Erbgut unserer Katze zur Verfügung steht. Ist die Katze gesund und beherbergt auch keine bösen, versteckten Mängel, wird es auch keine bösen Überraschungen geben und sie in dem Zuchtziel ein großes Stück näher bringen.
Also verhilft einem die Linienzucht die Merkmale eines gemeinsamen Ahnen zu erhalten und zu festigen. Was natürlich nur Sinn macht, wenn der gemeinsame Ahne nicht irgendwo ganz hinten in der Ahnenreihe zu finden ist. Nach spätestens der siebten Generation ist das Erbgut weit gehend verloren. Hier sieht man also, dass die Linienzucht mit der Inzucht ineinander fließt und eigentlich unerlässlich sind, um ein bestimmtes Zuchtziel zu erreichen. Würde man immer nur Fremdverpaarungen vornehmen, wäre es immer wieder eine Überraschung wie die Nachkommen werden. Man könnte es nicht vorhersehen und somit sich auch kein Zuchtziel setzen, das dem Standart immer näher kommt. Es ist auch ein Trugschluss zu glauben, wenn man zwei nicht verwandte Tiere mit komplett unterschiedlichen Linien verpaart, das es kein Risiko bergt. Denn weiß man ob in dem Erbgut der beiden nicht der gleiche Defekt oder ein unerwünschtes Merkmal schlummert? Es nützt also nichts immer schöne Tiere miteinander zu verpaaren die nur wenig oder gar keine gleichen Ahnen besitzen, damit wird kein gewünschtes Merkmal gefestigt. Betreibt man eine Linienverpaarung über lange Zeit, weiß man irgend wann welche positiven Merkmale und welche negativen sie besitzen und kann sie, mit geplanten Verpaarungen , Selektion und auch manchmal sinnvollen gezielten Fremdverpaarungen den unerwünschten Merkmalen entgegenwirken und die positiven hervorheben.

Verfasser dieses Artikels: http://www.fatvelvetbags.de

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